Nicaragua – rein, rum und raus

Und der zwei-Grenzen-an-einem-Tag Marathon geht mit der Einreise nach Nicaragua in seine letzte Runde

Honduras nach Nicaragua, El Estilo

1. Wieder gibt es etwa 200m vor dem eigentlichen Zollgebäude eine kleinere Kontrollstelle. Der man händigt uns ein Zollformular aus, erklärt dass der nächste Stop 100m weiter an der Desinfektiosstation ist und wir dann weiter zum Hauptgebäude sollen – danke für die Info!

2. Wir fahren vor zum Mann mit der Spritzpumpe, der uns bittet aus dem Auto zu steigen und sicher zu stellen, dass keine offenen Lebensmittel im Auto sind. 

Dann macht er alle Türen auf und bläst einmal mit seiner Dampfpumpe durch. Während der Dampf noch abzieht spritzt er noch die Reifen mit Flüssigkeit ab. Wir zahlen USD3, erhalten eine Bescheinigung und lassen die Fenster während der Weiterfahrt erst mal weiter offen….

3. Wir parken vor dem Zollgebäude und gehen zum Schalter auf der linken Seite wo wir unsere Reisepässe überreichen. Gegen eine Gebühr von USD12 pro Person erhalten wir keinen Stempel sondern eine Papier Touristenkarte. 

4. In Nicaragua ist es verpflichtend eine Autoversicherung zu haben. Wir werden mehrmals von Versicherungsleuten angesprochen aber wir haben schon die notwendige Deckung durch die Versicherung die wir in Guatemala abgeschlossen hatten (siehe Guatemala Artikel). Wer dies nicht hat, kann sie hier kaufen, Kosten sollten etwa USD12 sein. Es wird jedoch nicht an der Grenze kontrolliert ob man eine Versicherung hat. 

5. Am Schalter gegenüber geben wir das Zolldokument, das wir inzwischen ausgefüllt haben, ab sowie Desinfektiosbescheinigung, Reisepass, Führerschein und Fahrzeugzulassung im Original. Während ein Beamter alle Dokumente scannt (wohoo, keine Kopien notwendig) und mehr Informationen in den Computer eingibt geht sein Kollege mit uns raus um das Auto zu inspizieren. Eine relativ oberflächliche Durchsuchung des Autos (nach was ist unklar) und er gibt uns das okay. 


6. Am Schalter erhalten wir wieder alle Originale zurück und die temporäre Importbewilligung ausgehändigt. Wir bezahlen USD 3 und erhalten dafür einen Beleg. 

7. Mit dem Auto (Fenster immer noch schön weit offen!) fahren wir weiter bis zu einer Schranke wo die Papiere für uns und das Auto kontrolliert werden und wir sind durch!

8. Auch an dieser Grenze (wie schon in Honduras) ist es möglich alle Gebühren in USD zu zahlen. Wir wechselten vorerst kein Geld an der Grenze da es auch in Nicaragua fast überall möglich ist mit USD zu bezahlen und gehen erst am nächsten Tag für Cordobas zum Bankautomaten. 
Jetzt noch 2 Stunden Fahrt mit ziemlich viel Verkehr und Regen und dann gibt’s PIZZAAAA und Bier! 

Wir wurden gewarnt , dass in Nicaragua Geschwindigkeitsüberschreitungen und Überholmanöver bei durchgezogenem Mittelstreifen um einiges stärker kontrolliert und bestraft werden – Daumen drücken!

Fahren in Nicaragua

Die Strassen in Nicaragua waren überraschend gut ausgebaut, sauber und gut beschildert. Die Fahrer sind eher zu langsam als zu schnell, die Autos sind in viel besserem Zustand als in den vorherigen Ländern aber gleichzeitig gibt es viel mehr Pferde- und Ochsengespanne. 

Und wovor uns alle gewarnt haben ist auch wahr: die Strassen sind oft sehr eng, mit wenig Seitenstreifen und daher gibt es viele Überholverbote und die werden auch überwacht – meistens natürlich genau hinter einer Kurve wo man gerade ein superlangsames Auto überholt hat. 

Mein Tip, und so sind wir aus der USD20 Strafe rausgekommen: dumm stellen und das meiste Spanisch das man so schwer erlernt hat wieder vergessen. Nachdem ich ihn fünf mal gefragt hab mir nochmal den Weg zur Bank zu erklären wo wir das Knöllchen bezahlen sollten (um dann wieder zurück zu kommen um den Führerschein zurück zu bekommen) hat er aufgegeben und uns weggeschickt – Erfolg!

Nicaragua nach Costa Rica, Peñas Blancas

Es ist die erste Grenzüberquerung die wir an einem Wochenende machen, wir kommen samstags, am frühen nachmittag an. Der LKW Verkehr wird an einer anderen Stelle abgefertigt, es sind viele Privatpersonen unterwegs aber glücklicherweise in unserer Richtung keine Reisebusse mit grossen Gruppen. 
1. Bei der Zufahrt zur Grenze halten sich die LKWs auf der rechten Seite und man selbst fährt mit dem Auto geradeaus in die umzäunte Zone. Wir zeigen dem Mann an der Schranke unsere Reisepässe, er schaut kurz rein, gibt sie zurück und winkt uns weiter. 

2. Am grossen Zollgebäude auf der rechten Seite fahren wir vorbei und parken auf dem offizielen Parkplatz dahinter. 

3. Wir finden zuerst eine Zollbeamtin, die, im blauen T-Shirt gut sichtbar, vor der Tür sitzt und sagen ihr, dass wir wieder mit Auto rauswollen. 

4. Sie nimmt unsere temporäre Importbescheinigung, prüft sie gegen die VIN Nummer vom Auto, schaut kurz ins Auto und stempelt sie ab. Wir erhalten die TIB zurück und eine Touristenkarte zum ausfüllen. Als das erledigt ist, wird auch die abgestempelt. 

5. Ebenfalls vor der Tür befindet sich ein Polizist, der gegen Abgabe von Kopien von Fahrzeugschein und Führerschein und nach kurzer Fahrzeuginspektion ebenfalls beide Dokumente abzeichnet. 

6.  Erst als wir das alles zusammenhaben gehen wir am Gebäude vorbei wieder zur anderen Seite. 

7. Die Tür für die Personenausreise ist links und sobald man reinkommt bezahlt man an einem Schalter auf der linken  Seite USD 1 pro Person Ausreisesteuer. 

8. Dann werden am Hauptschalter nochmal USD 2 pro Person Ausreisegebühr fällig, wofür man den Reisepass abgestempelt bekommt. 


9. Wieder raus hier und rein durch die andere Tür am Ende vom Gang wo man in einem leicht überproportionierten Raum mit noch eingepackten Gepäckscannern an einen wackeligen Schalter am Ende muss. 

10. Die Dame gibt ein paar Daten im Computer ein und zieht die abgestempelte TIB ein.

11. Zurück ins Auto und raus aus Nicaragua, der Zollbeamte auf dem Weg kontrolliert, dass der Reisepass abgestempelt ist und behält die abgestempelte Touristenkarte. Das war’s, weiter geht der Spass auf der Costa Rica Seite. 

Dank anderer Blogs die wir gelesen hatten wussten wir, dass wir erstmal auf Stempelsuche mit Zollbeamten/Polizisten gehen müssen. Das hat uns viel unnötige Warterei und Hin-und Herlauferei erspart. So waren wir relativ schnell in 30 Minuten durch. 

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