USA – rein, rum und raus

Also eigentlich in diesem Artikel nur “rein” denn das “raus” haben wir ja schon am Anfang unserer Reise besprochen. 

Hier nochmal kurz das Problem das ich bei unserer Rückreise erwartete:  Anfang des Jahres sind wir auf dem Landweg von USA nach Mexiko, deshalb wurde meine Ausreise nicht automatisch im System erfasst. Da auch Mexiko zum 90-Tage-Touristenvisa-Raum zählt und es auch dort keinen Ausreisestempel/Erfassung gibt haben wir dann Kopien vom Belize-Einreisestempel (und andere Beweisdokumente) ans ICE (Immigration and Customs Enforcement) geschickt, damit sie meine fristgerechte Ausreise (USA&Mexiko weniger als 90 Tage) im nachhinein in ihrem System eintragen. 

Vor der erneuten Einreise war ich ein bisschen nervös, denn mein I-94 Status hatte sich, trotz eingesandeter Dokumentation zu meiner zeitgemässen Ausreise auf dem Landweg, nicht verändert. Laut System war ich nie pflichtgemäss nach 90 Tagen aus den USA ausgereist….

Aber oh Wunder: keinerlei Fragen, ich durfte einfach durch und habe erneut 90 Tage Touristenvisa. 

Ich war so verblüfft und hab mich dann auch nicht getraut zu fragen ob er zusätzliche Daten im System oder einfach nur nen guten Tag hatte. Ich nehme an, dass es auch geholfen hat, dass ich mit Global Entry registriert bin und einen amerikanischen Ehemann an meiner Seite habe. 

Für andere Reisende: ich kann leider nicht sagen, ob dies ein Problem sein kann oder nicht. Wie mit so vielen Dingen rund um die US Einreisebestimmungen ist es eine Grauzone und was bei einem funktioniert kann bei anderen ein Problem sein. 

Was aber auf jeden Fall verlangt wird für jemanden der mit ESTA per Flugzeug in die USA einreist ist der Nachweis für einen Flug aus den USA raus (auch hier nochmal: Flug nach Mexiko, Kanada, Bahamas zählt nicht, diese Länder zählen zur gleichen Zone). 

Wer mit einem Rückflugticket der gleichen Fluggesellschaft fliegt wird von dieser Überprüfung nichts mitbekommen weil sie von der Airline beim Abflug in die USA gemacht wird und sie dann die Daten haben. Aber zB in meinem Fall bin ich von Panama nach Miami mit Copa Airlines geflogen und mein Flug im September geht von New York nach Paris mit Norwegian. In Panama beim Check-In musste ich diese 2. Buchung vorweisen, ohne hätten sie mich wahrscheinlich nicht auf den Flug in die USA gelassen. 



Und El Carro?! 

Hat es auch heil heim in die Staaten geschafft! 

– Nachdem der Container an Bord war hat uns Gaston (unser Agent in den USA) die Bankverbindung von Seabord gegeben und wir haben den Ransport per Überweisung bezahlt. Besser als in Cash am Hafen in Panama wie zuerst vorgeschlagen…

– Dann hat er Thea (Agentin in Panama) um die neue, vervollständigte Bill of Lading gefragt. 

– Gebannt haben wir jeden Tag auf dem Schiffstracker verfolgt wo sich unser Container befindet und schliesslich gesehen, dass er termingerecht kurz vor uns in Miami eingetroffen ist. 

– Wir treffen uns mit Gaston am Zoll (Customs & Border Protection CBP) in der Freizone in der Nähe des Flughafens von Miami. Achtung: hier keine Bilder machen sonst wird man ganz schnell angeschnauzt und muss sie wieder löschen. 

– Wir geben dem CBP Beamter Reisepass  von Michael, den Fahrzeugschein, die neue BoL und mehrere Formulare die Gaston im Voraus ausgefüllt hatte:

Das unterste brauchten wir dann doch nicht, da unser Auto amerikanisch ist (wird gebraucht bei Autos die im US-Ausland registriert sind). 

Der Beamte nimmt alle Dokumente und verschwindet damit für einige Minuten im Hinterzimmer. 

– Als er zurück kommt gibt er uns die abgestempelte BoL und unterschriebene “Declaration for free entry of returned American products” zurück sowie die zwei anderen Dokumente. Wahrscheinlich hat er Kopien behalten. Dann bestätigt er, dass der Container jetzt zur Auslieferung freigegeben wurde

– Diese erfolgt nach einigen Stunden in ein Lager in der Nähe welches Gaston für uns organisiert hatte. Der Container kommt auf einem LKW und ist noch verplombt. Wir prüfen die Nummer gg die auf der Bill of Lafing und es ist die gleiche. Dies bedeutet, dass der Container  seit Panama nicht geöffnet wurde, auch nicht am US Zoll wie Gaston befürchtet hatte.  

– Wir steigen ein, das Auto springt sofort an, alles ist noch drin, wir fahren los und sind nicht mehr die einzigen Fussgänger in ganz Miami.

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